- Rollstuhlsportprojekt in der Ohrstedter Gemeinschaftsschule -

 

DSC 0016Am 01.02.2018 wartete auf die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7, 9 und 10, die den Wahlpflichtunterricht "Gesund und Fit" gewählt haben, ein besonderes Erlebnis. Im Rahmen des Projektes "Rollstuhlsport macht Schule" kamen zwei Trainer des Rollstuhlsportverbandes mit 25 Rollstühlen in die Ohrstedter Heinrich-Carstensen-Halle der Gemeinschaftsschule Viöl-Ohrstedt-Haselund.


Nicole und Herbert, die beide seit Jahren als Sportler, Trainer bzw. Schiedsrichter im Rollstuhlbasketball aktiv sind, wollten den 52 Schülerinnen und Schülern in zwei Gruppen in jeweils 90 Minuten den Umgang mit dem Rollstuhl und den Spaß am Rollstuhlbasketball vermitteln.


Vorweg genommen: Dies ist ihnen hervorragend gelungen!


Zunächst wurde kurz erläutert, dass die Sportart "Rollstuhlbasketball" sich dadurch auszeichnet, dass Rollstuhlfahrer und Fußgänger, also Behinderte und Nichtbehinderte, diese Sportart gemeinsam in einem Team ausüben können. Je nach Schwere des Handicaps bringt jeder Sportler einen Punktewert mit auf das Spielfeld. Die Gesamtpunktzahl eines Teams ist vorgeschrieben, so dass immer eine Mischung aus stark, weniger stark und gar nicht behinderten Sportlern gefunden werden muss. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dann jeweils in einen der Rollstühle und machten ihre ersten Fahrversuche (vorwärts, rückwärts, Kurven fahren) und lernten dabei auch die unterschiedlichen Fahreigenschaften von Alltags- und Sportrollstühlen kennen.

 

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Nun folgten Fahrübungen mit Ball nach den vorgegebenen Regeln, Korbwurfübungen, Passübungen mit dem Partner und schließlich als krönender Abschluss ein Rollstuhlbasketballspiel 5:5. Dabei zeigten die Ohrstedter Schülerinnen und Schüler durchaus Talent und Spielverständnis, stellten aber auch fest, dass der Korb aus der sitzenden Position noch weiter entfernt ist, als sowieso schon. Alle Spieler hatten großen Spaß an diesem rasanten Spiel. Als die Trainingszeit zu Ende war, schaute man in enttäuschte Gesichter, denn es hätte gerne noch weiter gehen dürfen. Rollstuhlbasketball ist eine attraktive Ballsportart für Rollstuhlfahrer und Fußgänger. Das haben an diesem Tag alle erleben dürfen. Zudem haben alle die Erfahrung gemacht, selbst in einem Rollstuhl zu sitzen und sich mit Behinderten offen darüber unterhalten, wie der Alltag im Rollstuhl aussieht.


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Am nächsten Tag erinnerte der Muskelkater in den Armen, Schultern und im Rücken alle Beteiligten an ein gelungenes Projekt und tolles Erlebnis.


Nun hoffen alle, dass wir erfolgreich an der Verlosung von Eintrittskarten für die Rollstuhlbasketball-WM 2018 in Hamburg teilnehmen und im August gemeinsam die Nationalmannschaft anfeuern dürfen.